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Über Antike Weichholzmöbel

 

 

Biedermeier

Als Biedermeier bezeichnet man die Zeitspanne von ca. 1815 bis 1850. Mit ihr verbunden ist auch der politische Begriff der Restauration, welcher sich auf die staatspolitische Entwicklung nach dem Ende der Napoleonischen Zeit 1815 bis zu den Revolutionsjahren 1848/49 bezieht.

Den Ausdruck Biedermeier verbindet man zum einen auf die subtile Wohnkultur und Kunst des Bürgertums, zum anderen auf die Literatur der Zeit, die beide häufig zu Unrecht als hausbacken und konservativ galten. Als besonders typisch galt die Flucht ins Idyll und die Begrenzung.

Im Positiven wird die Biedermeierzeit so verkürzend oft mit Geborgenheit, Ruhe und Gemütlichkeit verbunden.

 

Louis-Philippe

Das Louis-Philippe oder der Louis-Philippe-Stil sind die gängigsten Stilbezeichnungen für das Zweite Rokoko, dessen politischer Ausgangspunkt die Juli-Revolution von 1830 in Frankreich ist und das alternativ nach dem regierenden Bürgerkönig Louis Philippe (1830 - 1848) benannt ist.

Die Stilbegriffe Zweites Rokoko und Louis Philippe bezeichnen eine Ausdrucksform und einen Historismusstil in der Zeit von 1840 - 1870, welche um die Mitte des 19. Jahrhunderts den Rokoko Stil des 18. Jahrhunderts wieder aufleben lässt.

Louis Philippe hält bereits 1830 in Frankreich Einzug in die Wohnungen und kommt in Deutschland nach 1840 in Mode. Die technischen und industriellen Errungenschaften im 2. Drittel des 19. Jahrhunderts ermöglichen durch ökonomische Bauweisen und Herstellung, dass dieser höfisch wirkende Stil nun auch für die Mittelschicht erschwinglich ist.

Da das Louis Philippe auch von der Aristokratie eine hohe Wertschätzung erfuhr, gilt es in der Zeit von 1840 bis 1870 sogar als Repräsentationsstil. Dieser Rokoko-Stil wird nach 1870 für 2 Jahrzehnte durch die Neorenaissance zurückgedrängt, kommt aber um 1890 zum dritten Male auf, so spricht man vom so genannten Napoleon III. Stil, den man als einen Neorokoko-Stil ansieht.

Louis Philippe kennzeichnet sich durch allumfassende Schweifung, nach allen Richtungen schwingt die Kontur fließend aus und es gibt keine störenden Kanten, die die Kurvigkeit beeinflussen.

 

Gründerzeit

Als Gründerzeit wird in Deutschland die Epoche nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 bezeichnet. Der einsetzende Aufschwung durch das Geld aus den französischen Kontributionen (4 Mrd. Mark) wurde genutzt, um den Vorsprung der anderen europäischen Nationen auf dem Gebiet der Industrialisierung aufzuholen.

Die Möbel der Gründerzeit tragen überwiegend opulente Aufsätze und sind sehr reich verziert mit Muscheln, Kapitellen, Diamantierungen und ähnlichem.

Die Architektur, besonders die Fassadenbauweise dieser Zeit findet man auch im Kleinen in den Möbeln wieder, ebenso in den Regulatoren und Tischuhren.

 

 

Jugendstil

Der Jugendstil ist eine kunsthistorische Epoche um die Jahrhundertwende des 19. zum 20. Jahrhundert. Der Begriff ist nur im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und in Lettland in Gebrauch, so benannt nach der 1896 gegründeten Münchner illustrierten Kulturzeitschrift "Die Jugend".

Äußerlich kennzeichnende Elemente des Jugendstils sind dekorativ geschwungene Linien sowie flächenhafte florale Ornamente und die Aufgabe von Symmetrien.

Er steht im heutigen Verständnis unter anderem auch für große gesamtkünstlerische Gestaltungen wie etwa dem Palais Stoclet in Brüssel, in der alles vom äußeren Bauwerk bis zur dekorativen Innenaustattung im einheitlichen Sinne durchgestaltet wurde.

Damit wurde auch die Forderung nach der großen Verschmelzung von „Kunst und Leben“ verknüpft, der Wiedereinbeziehung der Kunst in das Alltägliche, im Sinne einer umfassenden künstlerischen Neugestaltung aller alltäglichen Dinge, wobei den dekorativen Künsten ein ganz besonderes Gewicht zukam.

Zur Programmatik des Jugendstils gehörte aber auch die Forderung nach Funktionalität und Ausdruck der Funktion in der Erscheinung der Dinge, dass also die Funktionen eines Gebäudes auch dessen Gestaltung sichtbar bestimmen sollte. So beispielsweise sollten die Fassaden nicht länger symmetrisch und von achsialen Aufteilungen bestimmt sein müssen, sondern einer aus dem Grundriss entwickelten Raumvorstellung folgen dürfen.

Insgesamt gehört die Abkehr von den historischen Bauformen und die intensive Suche nach neuen dekorativen Gestaltungsmöglichkeiten in Architektur und Kunstgewerbe zum erklärten Programm vieler Künstler des Jugendstils.

Eine der zentralen Fragen des Jugendstils war in gewisser Weiterführung der Stildebatten des 19. Jahrhunderts die Frage nach dem sog. „modernen“ Stil, dem „Stil unserer eigenen Zeit“.